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Neue Gasumlagen ab 1. Oktober 2022

Ewa informiert über eine Preisanpassung beim Erdgas zum 1. Oktober 2022

Aufgrund der aktuellen Situation erreichen uns gerade sehr viele Anrufe. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es daher aktuell etwas länger dauern kann, bis wir Ihren Anruf persönlich entgegen nehmen können.


Falls Sie Fragen zur Preisanpassung Gas haben: Wir informieren alle Kunden in den nächsten Tagen schriftlich zu den endgültigen Umlagen. Die Ewa wird ebenfalls die angekündigte Mehrwertsteuersenkung an alle Gaskunden weitergeben. Hier müssen wir jedoch noch den endgültigen Beschluss der Bundesregierung abwarten.

Was sind die neuen Umlagen?

Wie bereits in den Medien berichtet, hat Russland die Gasexporte u.a. nach Deutschland in den vergangenen Wochen und Monaten immer weiter gedrosselt. Infolgedessen hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) am 23. Juni 2022 die Alarmstufe des Notfallplans Gas ausgerufen.

Zur Stabilisierung der Lage der Gasversorgung hat die Bundesregierung zum 1. Oktober 2022 die Einführung der Gasbeschaffungsumlage auf Basis des §26 Energiesicherungsgesetz (EnSiG) und der Gasspeicherumlage nach §35e Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) beschlossen, die sich ab dem 1. Oktober 2022 direkt auf die Erdgaskosten auswirken. Weiter belastet die Erhöhung der bestehenden Bilanzierungsumlage zeitgleich den Gaspreis.

Die Gasbeschaffungsumlage auf Basis des §26 EnSiG soll dazu dienen, die Gasimporteure bei den Kosten für die Ersatzbeschaffung zu entlasten. Die Gasspeicherumlage nach §35e EnWG soll die Kosten für die weitere Befüllung der Erdgasspeicher in Deutschland mit refinanzieren. Die Bilanzierungsumlage finanziert die Beschaffung von externer Regelenergie, um physische Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung von Erdgas im deutschen Erdgasnetz ausgleichen zu können.

Die Gasbeschaffungs- und die Gasspeicherumlage sind ab 1. Oktober 2022 umzusetzen. Der Zeitraum, während dem die Umlagen zu erheben sind, endet für die Gasbeschaffungsumlage zum 1. April 2024 und für die Gasspeicherumlage zum 31. März 2025. Die Höhe der Umlagen wird in regelmäßigen Abständen angepasst. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des BMWK: www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/F/faq-gasumlage.html.

Wie hoch sind die neuen Umlagen?

Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage beträgt aktuell 2,419 ct/kWh (netto) und wurde am 15. August 2022 von Trading Hub Europe (THE -eine Kooperation aller in Deutschland tätigen Erdgasnetzbetreiber und verantwortlich für das gesamte deutsche Marktgebiet) veröffentlicht. Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage wird regelmäßig (alle drei Monate) überprüft und ggf. angepasst. Es kann also sein, dass sich bereits nach drei Monaten Änderungen ergeben, die eine erneute Preisanpassung notwendig machen. Dies gilt sowohl für Preiserhöhungen als auch für Preissenkungen.

Die Veröffentlichung der Gasspeicherumlage erfolgte am 18. August 2022 in Höhe von 0,059 ct/kWh (netto). Die Höhe der festgelegten Gasspeicherumlage wird regelmäßig überprüft und kann angepasst werden. Es kann also auch hier sein, dass sich Änderungen ergeben, die eine erneute Preisanpassung notwendig machen. Allerdings gilt das für Preisanpassungen nach oben und nach unten.

Was bedeutet die Anpassung für die Kunden?

Bei einem Jahres-Erdgasverbrauch von 14.000 kWh führt die Preisanpassung in der Grundversorgung voraussichtlich zu Mehrkosten für das Jahr 2022 von rund 216 Euro netto, zuzüglich der Mehrwertsteuer.

Wie oft werden die Gaspreise für Endkunden geändert?

Es gibt mehrere Faktoren, die den Gaspreis beeinflussen. Bereits im vergangenen Jahr sind die Preise für Gas an den Großhandelsmärkten gestiegen. Gründe für die Preisanstiege waren unter anderem der ungewöhnlich lange Winter und die weltweit gestiegene Nachfrage nach Erdgas im Zuge der konjunkturellen Erholung nach der Corona-Pandemie. Seit dem Krieg in der Ukraine ist der Druck auf die Gaspreise weiter enorm gestiegen. Die Energieversorger sind beim Einkauf von Energie deshalb mit Kosten in nie dagewesener Höhe konfrontiert. Zum Teil müssen sie mehr als das Fünffache für Energie bezahlen als noch Anfang 2021. Das kann dazu führen, dass die Energieversorger trotz eines vorausschauenden Gaseinkaufes die gestiegenen Kosten an die Kunden weitergeben müssen.

Neben dem Gaseinkauf sind Netzentgelte, staatliche Umlagen und Steuern Bestandteil des Gaspreises. In den letzten Jahren änderten sich diese über das Jahr kaum, so dass die Endkundenpreise stabil waren. Vor allem durch die beiden neuen, veränderlichen Umlagen und die enorm gestiegenen Beschaffungskosten ist es wahrscheinlich, dass Kunden nun mehrfach im Jahr mit Gaspreisänderungen konfrontiert werden müssen.

Was können Kunden tun, um Ihre Energierechnung zu vermindern?

Der sorgsame Umgang mit Energie ist wichtiger als je zuvor und jede eingesparte Kilowattstunde hilft auch, die Situation im nächsten Winter positiv zu beeinflussen. Jeder Kunde kann hier durch Einspar- und Effizienzmaßnahmen einen Beitrag leisten: vom Industrieunternehmen bis zum einzelnen Bürger. Die Online-Plattformen www.ganz-einfach-energiesparen.de oder www.energiewechsel.de helfen Ihnen mit Tipps und Tricks, wie Sie schnell und einfach im Alltag Energie sparen können oder Maßnahmen, die sich im Haus oder der Wohnung mit überschaubarem Aufwand umsetzen lassen. Über ausgewählte Suchportale finden Privat- wie Gewerbekunden die relevanten Förderprogramme und Beratungsangebote (z. Bsp. www.bfee-online.de).

Erhöhen sich die Abschläge für die Gaslieferung?

Es wird dringend empfohlen, die Höhe der monatlichen Abschläge zu prüfen und diese ggf. anzupassen. Bei den aktuellen Preisentwicklungen vermeiden Sie so eine hohe Nachzahlung im Rahmen der Jahresendabrechnung. Die Ewa wird Ihre Abschlagszahlung nicht automatisch zum 1. Oktober 2022 anpassen. Sie können selbstverständlich Ihren Abschlag bis Jahresende erhöhen:

- Online über den Link zu unserem Kundenportal

- per E-Mail an vertrieb@ewa-altenburg.de

- telefonisch unter 03447 866-444.

Bitte beachten Sie, dass es auf Grund der hohen Nachfrage zu längeren Wartezeiten am Telefon kommen kann.

Was kann ich tun, wenn ich die Rechnung nicht mehr bezahlen kann?

Sie können eine Rechnung oder die erhöhten Abschläge nicht bezahlen, so melden Sie sich zeitnah bei uns. Gemeinsam kann man dann im Dialog nach Lösungen suchen. Ebenso sollten Sie rechtzeitig mit ihren örtlichen Transferleistungsträgern (Sozial- und Arbeitsämter) sowie Energie- und Sozialberatungsstellen Kontakt aufnehmen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.


Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns gern.

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