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Richtfest zur Erweiterung der Zentralen Kläranlage Altenburg

Am 29. Juni 2017 fand das Richtfest auf dem Baugelände des Regenüberlaufbeckens in der Käthe-Kollwitz-Straße statt. Anlass war die Fertigstellung der Betonwände am Regenüberlaufbecken 4. Martin Wenzel, Werkleiter des WABA, und der Oberbürgermeister der Stadt Altenburg, Michael Wolf, sprachen zu den am Bau beteiligten Firmen, den Pressevertretern und den Vertretern der Behörden über das gesamte Bauvorhaben und den momentanen Baufortschritt. Anschließend führte der Bauleiter der Ewa, Ulrich Vanheiden, Interessierte über die Baustelle und erläuterte die Wirkungsweise des Bauwerkes.

Der Baubeginn erfolgte im November 2016 mit der Herstellung von 90 Bohrpfählen. Diese wurden 7,0m in die Tiefe getrieben sowie ausbetoniert. Da somit der Verbau sicher hergestellt war, konnte der Aushub der Baugrube vorgenommen werden.

Der massiv angetroffene Fels führte zunehmend zu Behinderungen. Zur Vermeidung von Bauverzug sowie um die Lärmbelästigung in Grenzen zu halten wurde entschieden den Felsen mittels Lockerungssprengung zu lösen. Die Sprengarbeiten wurden von einer Spezialfirma ohne Beanstandungen erfolgreich durchgeführt.

Die massiven Felsformationen im Baugrund führen weiterhin zu erhöhten Anstrengungen. Für die Rohrgräben der Zulaufkanäle musste eine Spezialfräse eingesetzt werden. Der mühevolle Felsabbruch hat trotz Einsatz von Spezialtechnik zusätzliche Zeit gekostet.

Entsprechend den statischen Vorgaben wurde das Regenüberlaufbecken mit ca. 150 Tonnen Stahlbewehrung versehen. Zur Fertigung des Bauwerkes sind mehrere Schal- und Betonierabschnitte notwendig. Insgesamt werden ca. 1.000 Tonnen Beton für die Fertigung des Beckens gegossen. Die Bauwerksdecke wird voraussichtlich im Juli betoniert.

Derzeit erfolgt der Bau für den großen Entlastungskanal 2000/1750. Aufgrund der erforderlichen Baufreiheit musste vorübergehend der Fußgängerverkehr linksseitig in der Teichvorstadt gesperrt und auf die andere Seite am Großen Teich über die Kreuzstraße umgeleitet werden. Dass die Kanalbauarbeiten stattfinden können mussten zahlreiche Umverlegungen von Medienleitungen vorgenommen werden. Darüber hinaus war die Herstellung von Provisorien erforderlich, dass das Abwasser aus dem Wohngebiet Südost und Zwickauer Straße weiterhin fliesen kann.

Die Planung erfolgt durch das Ingenieurbüro DWG Planung und Beratung aus Dresden. Mit der Ausführung des komplexen Bauvorhabens wurde die STRABAG beauftragt. Das ansässige Ingenieurbüro Grimm ist verantwortlich für die örtliche Bauüberwachung.

Das Investitionsvolumen beträgt ca. 3,5 Mio. € und wird durch den WABA finanziert.
Hierbei fließen ca. 400 T€ Fördermittel durch das Land Thüringen.

Trotz aller Behinderungen wird weiterhin zügig gearbeitet um den Kreuzungsbereich in der Teichvorstadt bis zum Jahresende wieder freigeben zu können.
Die Arbeiten auf dem Areal des Regenüberlaufbeckens werden sich jedoch noch bis zum Sommer
2018 hinziehen, da die Wiederherstellung der Oberfläche, die Technische Ausrüstung sowie die EMSR-Technik für den automatisierten Betrieb noch errichtet werden müssen.
Nach Abschluss der Arbeiten soll oberhalb des Regenüberlaufbeckens ein Parkplatz entstehen, auf welchem Stellplätze angemietet werden können.

 

Was soll mit der Baumaßnahme erreicht werden:

  • Maßnahme dient der ökologischen Verbesserung der Oberflächengewässer und Erfüllung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie
  • Derzeit erfolgt eine hohe Schmutzfrachteinleitung bei Regenereignissen in die Blaue Flut (Gewässer). Dies unterliegt nur einer behördlichen Duldung. Eine Sanierungsanordnung zur reduzierten Mischwassereinleitung ins Gewässer wurde mit Terminsetzung erteilt.
  • Das Becken mit einem Volumen von 553 m³ hält bei einem Regenereignis die Schmutzfracht zurück und führt nur das nachfolgende Regenwasser (stark verdünntes Mischwasser) nach Beckenfüllung ins Gewässer ab. Nach Regenende entleert sich der Beckeninhalt und wird über das Kanalnetz zur Kläranlage geleitet.
  • Der Bau des Regenüberlaufbeckens führt zu einer nachweislichen Mischwasserentlastung des angeschlossenen Kanalnetzes im Altenburger Zentrum, welches derzeit hydraulisch überlastet ist.
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