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08.03.2017 - Informationen zu Legionellen im Trinkwasser

Die Wässer, die die Ewa liefert, sind Fernwässer und werden von der Elbaue Ostharz GmbH und der Thüringer Fernwasserversorgung gefördert. Ein engmaschiges Kontrollnetz sichert die Belieferung mit Trinkwasser in einer einwandfreien Qualität an die Übergabestellen zum Verbraucher. Die Ewa liefert Trinkwasser mit einer konstanten Temperatur von z. Z. 6,4 °C.

Legionellen vermehren sich im erwärmten Wasser zwischen 30°C und 45°C stark und können so ein erhebliches Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen. Bedingungen wie diese findet man im Warmwassersystem der Trinkwasserinstallation, insbesondere bei Großanlagen zur Trinkwassererwärmung von mehr als 400 Litern.

Wichtig zu wissen: Bei Temperaturen über 60° C sterben Legionellen ab!

Geringe Konzentrationen von Legionellen im Wasser sind gesundheitlich unbedenklich. Bei bis zu 100 sogenannten koloniebildenden Einheiten (KBE) pro 100 ml Wasser muss nichts unternommen werden. Wird dieser Wert überschritten muss das Gesundheitsamt informiert werden, das dann geeignete Maßnahmen zur Reinigung festlegt.

Bei einer Überschreitung von 10.000 KBE pro 100 ml Wasser muss von einer Gesundheitsgefahr ausgegangen werden, bei der es im Einzelfall zu Nutzungseinschränkungen kommen kann.

Der Eigentümer eines Gebäudes ist auch immer für die Hausinstallation (im Allgemeinen der Vermieter) und somit für die Warmwasserinstallation verantwortlich.

Die Trinkwasserverordnung der Bundesregierung schreibt verpflichtend vor, dass die Trinkwasserleitungen in Mehrfamilienhäusern alle drei Jahre auf einen möglichen Legionellenbefall hin zu kontrollieren sind. In öffentlichen Einrichtungen verkürzt sich dieser Zyklus auf ein Jahr.